Bewegungsprofil
Momentan gerät bei mir Einiges in Bewegung – zumindest metaphorisch. Anlässlich der Meldungen darüber, dass Apple-Produkte ein Bewegungsprofil von bis zu einem halben Jahr erstellen, konnte ich also gar nicht anders und musste gleich den Umfang auch meiner physischen Freizügigkeit ermitteln lassen. Die spannenden Ergebnisse möchte ich natürlich Ihnen, verehrte Leserschaft, nicht vorenthalten. Sie sind ebenso vorraussehbar wie unspektakulär:
Falls Sie mich also suchen sollten, wissen Sie eh, wo ich zu finden bin…
Top5 der Menschen mit zu viel Zeit
Kennen Sie das? Irgendjemand präsentiert irgendeine Leistung und gleich der erste Kommentar lautet abfällig: „Der hat wohl zu viel Zeit.“ Und da die Leute, die einem so etwas vorwerfen, scheinbar selbst so gar keine Zeit haben, schreiben sie meist eher:„Der hat wohl zuviel Zeit.“ Unnötige Leerzeichen kosten schließlich Lebenszeit.
Warum diese Effizienzfanatiker das sagen? Um zu suggerieren, dass sie ihre Tage ausschließlich mit immens wichtigen und sinnvollen Aktivitäten füllen. Man solle sie deshalb mit allem, wofür sie dabei verständlicherweise keinerlei Zeit finden, in Ruhe lassen: Ein Bastler von Modellflugzeugen? „Der hat wohl zu viel Zeit.“ Mitglied im Kegel- und Fußballverein? „Der hat wohl zu viel Zeit!“ Vater von 6 Kindern? „Der hat wohl… nicht nur zu viel Zeit.“
Da ich ebenfalls zu diesen immens wichtigen Leuten gehöre und jetzt nicht noch mehr Zeit verschwenden will, hier meine Top 5 der Leute mit offensichtlich viel „zu viel Zeit“:
Top 5 – Ferdinand Magellan:
Hatte so viel Zeit, um als erster Ferntourist gleich mal um den kompletten Erdball zu segeln. Als ob es von 1519 – 1522 nichts Wichtigeres in Europa zu tun gegeben hätte!
Top 4 -Immanuel Kant:
Man muss schon sehr viel Zeit haben um so viele, so dicke Kritiken zu schreiben. Lag wohl daran, dass er nicht ein einziges Mal Königsberg verlassen hat. Stellte sich darüber hinaus seinen eigenen Senf her und stand morgens immer um 5 auf, damit er abends früher ins Bett gehen konnte: Definitiv zu viel Zeit!
Top 3 -Alexander von Humboldt:
Machte (wohl in der Tradition Magellans) einfach mal für 5 Jahre rüber nach Südamerika, wo damals absolut nichts los war. Sammelte dort Kistenweise Ungeziefer und Pflanzen, die heute Niemand mehr kennt. Die Hälfte davon lies er gleich wieder im Meer versinken. Unverschämt große Zeitverschwendung.
Top 2 – Kasper Hauser:
Soll seine ganze Jugend in einem Kellerverlies eingesperrt worden sein, wo er stumpfsinnige Bildchen von seinem einzigen Spielzeug, einem Pferd, in die Wand schabte. Womöglich hat er sich das alles auch nur ausgedacht. In jedem Fall: Viel zu viel Zeit! Hat sich dann auch selbst erdolcht.
Top 1 -Dschingis Kahn:
Vereinte in seiner Freizeit den halben eurasischen Kontinent, der danach sowieso wieder auseinandergefallen ist und auch bleibt. Dabei kamen natürlich allerhand Menschen um. Nicht nur eine Verschwendung an unschuldigen Leben, sondern auch an Zeit und Geld. Pure Dekadenz! Der hätte mal lieber was Anständiges arbeiten sollen!
Bilderrätsel der Woche
Festrede anlässlich des 140. Reichsgründungstages
Freunde, Kameraden, Deutsche,
wir sind zusammengekommen um am heutigen Tage das 140. Jubiläum der deutschen Einheit gebührend zu feiern. Nie hätten wir mehr Anlass gehabt, dies zu tun. Nach Jahrzehnten der Irrungen lässt sich heute endlich feststellen: Wohin man schaut, obsiegt die nationale Idee.
Der Kulturkampf ist lediglich im Geschichtsunterricht ein Thema – dieses Volk kennt nur noch Deutsche. Selbst die zur Randgruppe geschrumpfte Sozialdemokratie hat den Irrglauben des Internationalismus längst abgelegt. Die Katholiken brechen mit der überkommenen, transmontanen Bevormundung oder schwören ihrem Glauben gleich völlig ab.
Der deutsche Arbeiter kennt keine Klassen, ja selbst Schichten nicht mehr. Ihm gilt es nur noch seine Teilhabe an den Früchten der deutschen Schicksalsgemeinschaft vor allen Anderen zu verteidigen. Die Sorge und Verantwortung für seinen Nächsten, für den armen Volksgenossen, gibt er in die Hände eines strengen, aber gerechten Staates. Verhungern muss bei uns Keiner. Essen soll jedoch nur, wer auch arbeitet!
Das deutsche Interesse geht vor. National wie auch in der Staatengemeinschaft. Unser guter Ruf und unsere sprichwörtliche Verlässlichkeit haben uns zu einer führenden unter den Nationen gemacht. Dies unterstreichen wir nicht mehr nur durch unsere überlegene Kultur jüdisch-christlicher Prägung, sondern endlich auch wieder mit Blut und Eisen. Natürlich nie ungerechtfertigt und im vollen Bewusstsein unseres historischen Auftrages – vom Talib lassen wir uns auf der Nase nicht herumtanzen!
Die deutsche Frau wird wieder Mutter. Ihr Wehklagen gilt nur noch der geringen Bezahlung, welche man ihr bis zum Eintritt in den Mutterstand für die bis dahin ausgeübten Nebenbeschäftigungen zahlt. Sie mag also diese fruchtlosen Tätigkeiten nunmehr endlich wieder zur Gänze einstellen oder man soll ihr doch ein höheres Salär in jovialer Großmut gewähren.
In der Hauptsache aber bleibt: Vorbei sind die Auswüchse sexueller, sogenannter „Befreiung“. Das Luderleben einer, womöglich noch lesbischen Emanze mit ihrer bindungs- und verantwortungslosen Raubtierethik dient nur noch als Lachnummer im Fernsehprogramm oder Schreckgespenst für die Erziehung ehrbarer, deutscher Mädel.
Wir gedenken heute dem Beginn dieses Siegeszuges: Der Einigung unseres Vaterlandes. Heute ist sogar das Volk wie einst die deutsche Scholle, zumindest in ihrem eigentlichen Kern, geeint. Unsere Wirtschaftsmacht sucht Ihresgleichen. Keine Zunge gibt es, in welcher der Name „Deutscher“ nicht mit Respekt gesprochen wird. Die deutsche Nation ist endlich angekommen. Ehrfurchtsvoll lasst mich also rufen:
Es lebt und lebe das heilige Deutschland!
Glück auf!
Prost!




