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	<title>gonzosophie</title>
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	<description>"zu schreiben, als ob sich Leben darin ausdrücke und zu leben, als ob sich Philosophie darin fände."</description>
	<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 08:49:10 +0000</pubDate>
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		<title>Momentan ist mehr nicht drin</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 01:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Zorn, der keinen Adressaten trifft. Drogen ohne Bewusstsein. Verschwendete Mühen. Leerraum, Abraum zu füllen mit Gefühlen, gäbe es welche. Da wo Menschen aufeinanderprallen, in den Korridoren purer Verzweiflung. Und jemand findet doch sein Glück, so nennt er es. Doch dieser jemand bist nicht du. 
Ich habe mir einen Aufguss bereitet, koche fetzenweise Vergangenheit auf und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zorn, der keinen Adressaten trifft. Drogen ohne Bewusstsein. Verschwendete Mühen. Leerraum, Abraum zu füllen mit Gefühlen, gäbe es welche. Da wo Menschen aufeinanderprallen, in den Korridoren purer Verzweiflung. Und jemand findet doch sein Glück, so nennt er es. Doch dieser jemand bist nicht du. </p>
<p>Ich habe mir einen Aufguss bereitet, koche fetzenweise Vergangenheit auf und rühre lustlos in dem Sud herum. Mein Leben hatte nie Struktur. Also denke ich nach, schließe die Augen. Doch da sind nur die trüben Partikel schemenhafter Staubgebilde auf meinen Pupillen. Kein Gedanke, der mich heilen könnte. </p>
<p>Ich habe einen schönen Traum geträumt, in dem ich verstand, sie mich verstand. Ich wachte wortlos auf und habe nun nichts mehr zu sagen. Schlafen darf ich nicht mehr, will ich nicht zum Träumer werden. Nicht, dass ich  schlafen könnte.</p>
<p>Schlägt immernoch in meiner Brust etwas. Gleich Geschwülsten frisst sich Leben durch mein Dasein, blutet Willen in den Tag. Ein kurzer Funken und dann ist da nur noch warme Luft, lange Atempause und der Schweiß, der kommt wenn mein Gedanke dich berührt.</p>
<p>Niemand anbei. Ein Mensch der dich zerstört, so nenn ihn  Freund. Es gibt sonst keinen Menschen mehr.</p>
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		<title>Wir sind Bundespräsident!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 19:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ War das nicht schön? Public Viewing, banges Warten, strahlende Sieger und sportliche Verlierer. So unterhaltsam kann zerfahrene Politik sein, dass sie an einem fußballfreien Tag bis in den späten Abend hinein im Fernsehen live übertragen wird. Alles begann mit dem Hinschmeißen, mit Debakeln, Menetekeln und großen Coups. Am Ende steht nach überdurchschnittlich langem Wahlgang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"> War das nicht schön? Public Viewing, banges Warten, strahlende Sieger und sportliche Verlierer. So unterhaltsam kann zerfahrene Politik sein, dass sie an einem fußballfreien Tag bis in den späten Abend hinein im Fernsehen live übertragen wird. Alles begann mit dem Hinschmeißen, mit Debakeln, Menetekeln und großen Coups. Am Ende steht nach überdurchschnittlich langem Wahlgang ein durchschnittlicher neuer Bundespräsident, mit dem zumindest vorerst wohl niemand richtig unzufrieden sein kann. Gauck steht für eine Weltsicht, in der Freiheit von Verantwortung nicht zu trennen ist, also alles andere als Beliebigkeit heißt. Ein unzeitgemäßer und  recht sympathischer Ansatz, der für die Linke leider weiterhin unwählbar erscheint. Das Zeitgemäße hat sich wie erwartet durchgesetzt; beim Public Viewing singen die Zuschauer die obligatorische Nationalhymne am Ende der Sitzung mit. Die Fans jedenfalls beklatschen auch einen Wulff. Man wünscht ihm viel Glück… nicht dass man es in diesem Amte brauchen würde. Ich gebe ab, warte derweil auf die Autokorsos.</p>
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		<title>Spielbericht: Deutschland gegen Ghana und sich selbst</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 05:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[WM 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Na bitte! Die „multiethnischen Panzer“ sind im Achtelfinale und das mit urdeutschem Ergebnisfußball – alles andere als schön und souverän, aber im Endeffekt erfolgreich. Fortschritt durch Rückschritt in einem klassischen Match Schwarz gegen Weiß!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://gonzosophie.de/wp-content/uploads/2010/IMAGE_109.jpg" alt="Auch Münster liegt in Fußballdeutschland" /></p>
<p align="justify">Na bitte! Die <a href="http://www.zeit.de/sport/2010-06/pressestimmen-deutscher-sieg-">„multiethnischen Panzer“</a> sind im Achtelfinale und das mit urdeutschem Ergebnisfußball – alles andere als schön und souverän, aber im Endeffekt erfolgreich. Jedenfalls kann einem nun egal sein, dass der Serbe uns mittlerweile nicht nur in puncto Völkermord eingeholt hat. Gruppenendsieg dank Fortschritt durch Rückschritt in einem klassischen Match Schwarz (Deutscher) gegen Weiß (Ghanele). Jetzt mal ehrlich, bei solchen Trikots kann einem doch auch das Farbfernsehen gestohlen bleiben. Und dank originalafrikanischer Vertonung neben der insgesamt schlechtesten Sportkommentierung aller Zeiten (Béla Réthy: „Messi sieht flehend zum Schiri, der sehnt sich nach ein bisschen Liebe“), möchte man auf den Ton gleich auch noch verzichten. Sendetechnisch wären wir damit in den 20ern angelangt, wenn es damals schon Live-Schaltungen gegeben hätte. Fußballerisch kann es dagegen genau so weiter gehen, auch wenn auf manchen Positionen durchaus noch Verbesserung möglich wäre. Aber Aussetzer gehören ja mittlerweile essentiell zu unserer Gesellschaft dazu, wie es scheint.</p>
<p align="justify">Woran nämlich der eklatante Leistungsabfall der Jungens in den schwarzweißen Shirts liegt, ist leider offensichtlich: So hat die neuste <a href="http://www.tagesschau.de/inland/schulvergleichsstudie100.html">bundesweite Vergleichsstudie in Sachen Bildung</a> klar bewiesen, dass Integration von sozial Schwächeren und originell anders gearteten (oder wie man mittlerweile umständlich sagt - Menschen mit Migrationshintergrund) dumm macht. Zumindest verschlechtert es die Lernergebnisse, was ja für Eltern, Menschen und ihre Fans meist gleichbedeutend mit Dummheit ist. Da ist doch klar, dass ein Team mitsamt Mesut, Miroslav und Jérôme einfach schlechter abschneiden muss, statistisch gesehen. Aber statistisch gesehen werden wir ja gleichzeitig auch noch Weltmeister. Bleibt nur auszuwerten, welche Statistik statistisch gesehen richtig liegt.</p>
<p align="justify">Jeder Statistik spottend bleibt übrigens weiterhin das Versagen unserer Regierung auf ganzer Linie. Liegt aber so gesehen vielleicht schlicht und einfach an den vielen Ministern mit Migrationshintergrund oder Herkunft aus anderen sozialen Randgruppen (Behinderte/Homosexuelle/Winzer). Wundern kann man sich jedenfalls nicht, dass solch ein Randgruppenkabinett reinste Klientelpolitik betreibt. Leider jedoch nur im Sinne diverser Großindustrien (Atom, Drogerie, Stundenhotels) und keinesfalls einer Gesellschaft von multiethnischen Panzern. </p>
<p align="justify">Im Gegensatz zu solchen Negativbeispielen hat sich unsere Nationalmannschaft auch gegen Ghana redlich bemüht, und das bringt ihr zumindest bessere Kopfnoten ein, als die wildsäuische Gurkentruppe sie sich je verdient hätte. Auch betreibt man im Sportsektor, anders als etwa im Verteidigungsministerium, ehrliche Fehleranalyse und nur Schuldige (Badstuber/Guttenberg), nicht Unschuldige (Klose/Schneiderhahn) werden zu öffentlichen Sündenböcken. Lügen muss hier keiner, beschönigen auch nichts. Und damit wären wir bei der Lösung aller genannter Probleme angelangt: Antisemitismus. Denn Antisemitismus macht klug und wohlhabend, jedenfalls statistisch gesehen. Es kann doch schließlich kein Zufall sein, dass unser klügstes und reichstes Bundesland gleichzeitig das antisemitischste ist (Zeit Dossier vom 14.06.2010) und sich darüber hinaus noch eine klar als solche erkennbare Unterschicht hält. In Bayern ist die Welt eben noch in Ordnung und der Panzer nicht multiethnisch. So wird man zumindest Deutschmeister.</p>
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		<title>Dem Land</title>
		<link>http://gonzosophie.de/archives/1041</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 02:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[All das liegt brach.
Die Worte blind, die Wunder ohne Zeichen
Dem Land wird keiner Früchte mehr entreißen
In Trümmern, hinterm Stacheldrahtverhau
Feilscht nun der Geist der Meisten
Was ihm kein Preisschild je verrät
Muss abwärts bleiben
schweigen
Und den Atem leisten
Zu wenig wert und viel
zu spät.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>All das liegt brach.<br />
Die Worte blind, die Wunder ohne Zeichen<br />
Dem Land wird keiner Früchte mehr entreißen<br />
In Trümmern, hinterm Stacheldrahtverhau<br />
Feilscht nun der Geist der Meisten<br />
Was ihm kein Preisschild je verrät<br />
Muss abwärts bleiben<br />
schweigen<br />
Und den Atem leisten<br />
Zu wenig wert und viel<br />
zu spät.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Brotkrumenkunst</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 02:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[nun zu etwas ganz anderem ...]]></category>

		<category><![CDATA[brotlose Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt seit langem mal wieder etwas in eigener Sache. Da mein kleines, recht unauffindbares Weblog wohl der falsche Rahmen ist um themenbezogene Texte zu veröffentlichen, schreibe ich diese seit Neuestem und leider exklusiv auf Suite101.de. Das hat für mich den Vorteil, dort im besten Fall sogar Tantiemen für etwaige Werbeeinnahmen zu erhalten. Dabei verbleiben die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Jetzt seit langem mal wieder etwas in eigener Sache. Da mein kleines, recht unauffindbares Weblog wohl der falsche Rahmen ist um themenbezogene Texte zu veröffentlichen, schreibe ich diese seit Neuestem und leider exklusiv auf Suite101.de. Das hat für mich den Vorteil, dort im besten Fall sogar Tantiemen für etwaige Werbeeinnahmen zu erhalten. Dabei verbleiben die Rechte an meinen Texten bei mir. Seien sie aber unbesorgt: Meine ansonsten ganz und gar brotlose Kunst werden sie hier auch weiterhin werbefrei konsumieren können. <a href="http://www.suite101.de/profile.cfm/friedhelm_robben">Die Suite101 Veröffentlichungen sollen, wie gesagt, eher sachlich, leichter verständlich und unterhaltsam werden</a>. Bester Webjournalismus also.  Zwei Gründe veranlassen mich dazu, an dieser Stelle darauf hinzuweisen: Ich würde mich freuen, wenn auch einige meiner üblichen Leser an meinen dortigen Artikeln Gefallen finden würden. Weiterhin ist dort bisher noch keine Kommentarfunktion eingebaut, weswegen etwaige Nachfragen nur im Rahmen dieses Blogs geklärt werden können. Sie als Gonzosophie-Leser haben somit quasi einen Premium Zugang. Als Entschädigung könnten sie sich ruhig mal für die eine oder andere Werbeanzeige interessieren. Aber bitte auch nicht zu sehr – ich will ja nicht des Klickbetruges beschuldigt werden!</p>
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		<title>Bahnhof</title>
		<link>http://gonzosophie.de/archives/1022</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 01:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Experimentelle Metaphorik]]></category>

		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>

		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<category><![CDATA[Zug]]></category>

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		<description><![CDATA[Disteln wuchern zwischen aufgesprengtem Asphalt, verrostetes Eisen daneben und darunter Balken, mit Bolzen an die Erde geschlagen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Disteln wuchern zwischen aufgesprengtem Asphalt, verrostetes Eisen daneben und darunter Balken, mit Bolzen an die Erde geschlagen. Augen liegen verschlafen darauf und tasten sich vor zur perforierten Schalterscheibe. Dies ist der Bahnhof – erbaut von Menschen für Maschinen. Nur ein paar hölzerne Bänke haben sie sich gegönnt, fest in die Mauern geschraubt.<br />
Bölke steht an der Begrenzung, die mit Neon beschienen wird wie alles hier. 18 Stunden am Tag fahren die Züge, 8 pro Stunde auf 6 Gleisen. Selbst die Fahrgastzahl bleibt gleich, versteht sich von selbst. Sonst könnte man auch den Schaffner fragen. Menschenmüde schrägt er neben den stehenden Waggons. Für ihn bedeutet dieser Ort nur etwa 20 Minuten seines Tages. Ein Name wie all die anderen. Auswendig weiß er sie zu sagen: Lünen, Borghausen, Esch.<br />
Nichtssagende Punkte auf Linien, die das Land zergliedern. Bölke sieht auf den Plan, der öffentlich aushängt. Einer dieser Züge nennt sich Metronom. „Passend“. Doch dann tut jemand einen Seufzer. Ein Clown – große Schuhe, Blume am Revers und Schminke unter den Augen. Er setzt seine Mütze ab und fährt sich durch die krausen Haare. Eine Reise tun. Nur weg von hier. Von diesem Ort wie all die anderen; monoton und schlecht bestückt mit immer gleichen Plastikbeschilderbäumen. Zeitschriftenregale dort. Bier gibts überall.<br />
Es zischt und hält sich an. Blutet Menschen in die Masse, die am Bahnsteig steht. Doch bleibt für kurz ein Stück von Ziel und weit, weit weg. Bölke steigt ein. Er sieht in jedes Eck und öffnet jedes Fach. Dann nimmt er leere Dosen aus dem Müll. Behutsam legt er sie in seine große Tasche. Es bleibt ihm nicht viel Zeit an einem kleinen Bahnhof so wie diesem. Es ist erst Dienstag und die Woche tief.<br />
Längst zu spät, macht jeder nur, was ihm zu tun gegeben ist. Und hieß es auch, man nimmt sich einen Strick zum Hals. Doch sehr daran gewöhnt ist man, zu leben. Deshalb kommt alles, wie es kommen muss.<br />
Glasflaschen bringen nichts, die sind das Tragen kaum nur Wert und Bölke dafür sich zu schade. Sonst eigentlich ein guter Job, manchmal findet man auch Sachen andrer Art im Polsterspalt, ganz hinten im Waggon. Die Menschen sind hier recht vergesslich und ihre Hast dem Orte angemessen.<br />
Ein Zug kommt nie zu früh, braucht stets zu lang. Weshalb dient er so oft als schmutzige Metapher? Bölke lacht über sich selbst. Ja schlau zu sein, intelligent, kann sich nur wünschen, wer selbst dumm ist. Dumm zu sein kann sich nur wünschen, wer selbst dumm ist. Und so hat jeder jederzeit sein Unglück in der Hand.<br />
Der Zug fährt an. Bölke vergeht das Grinsen. Zu langsam - selbst für das hier ist er es und lachen kann schon wieder nur der Schaffner: „Teures Hobby ham‘ se da.“ Er hat wohl Recht.</p>
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		<title>Unruhe</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 23:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kuerze]]></category>

		<category><![CDATA[Fragen]]></category>

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		<category><![CDATA[Stille]]></category>

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		<description><![CDATA[Mich klagt die Stille an: Warum nur sprichst du nichts?
Mich klagt die Starre an: Warum nur machst du nichts?
All diese Klagen jagen mich aus tiefem Schlaf. Alle jene Fragen stellt mir, was nichts sagen darf.
Es ist kein Wissen, was Gewissen ist. Jedoch gewiss, da mich der Zweifel frisst.
Und da sie stets in Ewigkeiten misst, trotzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich klagt die Stille an: Warum nur sprichst du nichts?<br />
Mich klagt die Starre an: Warum nur machst du nichts?<br />
All diese Klagen jagen mich aus tiefem Schlaf. Alle jene Fragen stellt mir, was nichts sagen darf.<br />
Es ist kein Wissen, was Gewissen ist. Jedoch gewiss, da mich der Zweifel frisst.<br />
Und da sie stets in Ewigkeiten misst, trotzt nur die Liebe noch.<br />
Noch.<br />
Dann folgen lose Seiten, leere Zeiten.<br />
Dafür muss stille Starre mich bereiten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frühling</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 21:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Autolyse]]></category>

		<category><![CDATA[Postpeotik]]></category>

		<category><![CDATA[in aller Kuerze]]></category>

		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

		<category><![CDATA[Frühling]]></category>

		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<category><![CDATA[Reim dich oder ich fress dich]]></category>

		<category><![CDATA[Tod]]></category>

		<category><![CDATA[unwertes Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Tiri Tira, die Weiber sind zum Vögeln da,
die Welt heißt das zu nutzen.
Trara, Palim, dass ich am End zufrieden bin,
so bar von jeder Scham,
das überrascht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Tiri Tira, die Weiber sind zum Vögeln da,
die Welt heißt das zu nutzen.
Tiri Tiraun, bloß Denken schlafft den Hosensaum,
verflüssigt jäh den Stutzen.
Die Felder tauen, es spannt der Hahn
sich wacker vor die Kammer.
Â dieu, ihr Frauen, mir grient der Wahn.
	Ich schieß mir in den Kopf.
		Mit einem Minié!
		Geladen wird’s von vorn,
		Mit Pulver und mit Horn,
		solch Ende tut nicht weh.
	Da geht ein armer Tropf.
Trara, Palim, dass ich am End zufrieden bin,
so bar von jeder Scham,
das überrascht.

F: Doch horcht! Wer spricht  so leise durch die Kammertür?
Wer flüstert nur durchs Schlüsselloch und wagt sich nicht herfür?
F: Ein Dämon, der den Zweifel wagt, von Anstand und von Sitte,
ein Geist, den jähe Reue plagt, das Wissen um die Mitte,
die, sagt man, gutes Leben prägt, und Rettung sei der Seele;
nur all zu schwer erreichen kann, dass man sie nicht verfehle.
F: Ein Wahn ist es, der Reden glaubt, von Ordnung und von Sinn,
von einem Grund des Lebens spricht, so tief und so weit hin,
dass er als steter Horizont am Ende dieser Welt,
und jener mächtgen Sonne gleich, das Innerste erhellt.
Ich kenne dieses Hoffen auch, ich weiß um jenes Licht,
einst blendete es mich selbst, drum misse ich es nicht.
F: Und wenn du noch geblendet bist und dich dein Sinn belügt?
Wenn dich die andre Hoffnung nun statt dem von Neuem trügt?
F: Ein Hoffen ist’s, ich leugne nicht, denn Hoffnung trägt die Welt,
doch weder Glaub noch Sinn ist es, was diese Hoffnung hält.
Ein Ende bloß, kein Zugewinn, ist mir nunmehr zum Ziel,
verlangt man Nichts und Niemanden, so will man kaum zu viel.</pre>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Feuilletonismus</title>
		<link>http://gonzosophie.de/archives/1008</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 15:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zur Sache selbst]]></category>

		<category><![CDATA[aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Apple]]></category>

		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>

		<category><![CDATA[Google]]></category>

		<category><![CDATA[i-Phone]]></category>

		<category><![CDATA[Nexus One]]></category>

		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

		<category><![CDATA[Wahn]]></category>

		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Google = Gott? Ja, solche Vergleiche zieht man heute. Weiter: Google und Apple machen uns mit ihren Geräten gottgleich. Und das scheint heute eine These zu sein, die sich aufdrängt, wenn man den Zeitungen glauben will. So sei das Google Handy „die entscheidende Prothese auf dem Weg zum absoluten Wissen“ [Zeit 14.01.10], folglich nach nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Google = Gott? Ja, solche Vergleiche zieht man heute. Weiter: Google und Apple machen uns mit ihren Geräten gottgleich. Und das scheint heute eine These zu sein, die sich aufdrängt, wenn man den Zeitungen glauben will. So sei das Google Handy „die entscheidende Prothese auf dem Weg zum absoluten Wissen“ [Zeit 14.01.10], folglich nach nun meinetwegen 10.000 Jahren Kulturgeschichte endlich die Überwindung der Entzweiung von Sein und Erscheinung (Wissen und Welt). Also genau das, was seit dem Anbeginn der Philosophie alle Denker gleichwohl erträumten, obschon sie es für unmöglich hielten – Nexus One macht uns gottgleich. Doch wenn ich ein Glas Wasser drauf gieße, dann ist es kaputt. Und was ich vornehmlich damit tun kann, ist telefonieren  und mir in kleinem Ausschnitt detailreiche Landkarten mit ausführlicher Legende ansehen. Entschuldigung, aber so bleib ich doch ein sehr fader deus ex machina.<br />
Ist es die bloße Sehnsucht nach einer neuen, das Leben gänzlich umwälzenden Technologie, die diese Beschwörungen und Götzendienste hervorbringt? Das Internet vermochte es ja leider nicht, dem Leben eine gänzlich neue Qualität zu geben. Es hat lediglich dazu geführt, dass wir, was wir eh schon taten, jetzt online tun können: Kontaktanzeigen aufgeben und beantworten, Pornographie ansehen und Pizza bestellen. Sicher, es  erleichtert uns den Zugang und darüber hinaus hat sich der Funktionsumfang etwas erweitert, aber nicht die Grundfunktionen, nicht die „Tiefe“. Sie mögen 1000 Facebookfreunde haben – wie viele davon laden sie zu ihrem Geburtstag ein? Web 2.0 führte bisher nicht zum Menschen 2.0, ja nicht einmal zum User 1.01 – im Gegenteil.<br />
Und deshalb ist diese „Revolution der Kommunikation“ nicht viel mehr als die „Revolution des Fahrgefühls“ – ein bloßer Werbeslogan, der es wiedermal aus dem Anzeigenteil der Zeitung in den redaktionellen geschafft hat. Da mag man Kloppstock zitieren, soviel man will. Übrigens, der einzige Neogott (sprich I-Phonebesitzer) den ich kenne, besaß zwar dutzende „Apps“ für sein Gerät, konnte aber damit nicht mal Fotos auf seinen PC übertragen. „Viel zu kompliziert“ war seine Begründung. Ein völlig neuer Ansatz zur Theodizee.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Banker und Privatbankiers &#8482;</title>
		<link>http://gonzosophie.de/archives/1000</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 06:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gonzosoph</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zur Sache selbst]]></category>

		<category><![CDATA[Banken]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

		<category><![CDATA[Steuerhinterziehung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Und auch die Schweizer Bankiersvereinigung hält nichts von Geschäften mit Kriminellen.“
 (tagesschau.de)
Ein überraschender Satz, oder? Wenn sie glauben er bezöge sich darauf, dass Schweizer Bankiers ihrem werbewirksamen Motto untreu würden, „[Weder Gott noch Vaterland, sondern:] Nur unseren Kunden verpflichtet“, muss ich sie enttäuschen. Es ist natürlich keine Selbstverpflichtung gemeint,  zukünftig Geldgeschäfte mit zwielichtigen Gestalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Und auch die Schweizer Bankiersvereinigung hält nichts von Geschäften mit Kriminellen.“</p></blockquote>
<p> (tagesschau.de)</p>
<p align="justify">Ein überraschender Satz, oder? Wenn sie glauben er bezöge sich darauf, dass Schweizer Bankiers ihrem werbewirksamen Motto untreu würden, „[Weder Gott noch Vaterland, sondern:] Nur unseren Kunden verpflichtet“, muss ich sie enttäuschen. Es ist natürlich keine Selbstverpflichtung gemeint,  zukünftig Geldgeschäfte mit zwielichtigen Gestalten aus ominösen Finanzquellen zu unterbinden. Man will diese bloß weiterhin im Zwielicht lassen können. Da ist es schon eine Unverschämtheit, wenn deutsche Behörden Bankdaten aus der Schweiz kaufen, die sie in Deutschland ohne Weiteres legal erfragen könnten. Mir jedoch ein Rätsel, weshalb die CDU plötzlich zur Datenschutzpartei wird, wenn es um Bankdaten von Schweizer Nummernkonten geht. Eigentlich müssten gerade Vertreter der CDU zu den Schweizer Bankern doch so gute Kontakte haben, dass man sich schnell einig wird. Nun stellt die Schweiz jedenfalls zur Disposition, in Zukunft mit deutschen Finanzbehörden zusammenarbeiten zu wollen – was sie bis heute noch nie getan hat. Auf welchen seltsamen Wegen Schweizer Justiz wandert, wenn es um ausländische Staatsbürger geht, die dem eigenen Land Einnahmen bescheren, konnte man nicht zuletzt im Falle Polanski sehen.<br />
Und wieso eigentlich Datenschutz? Wenn es einen Informanten gäbe, der eine Liste mit klaren Beweisen für Straftaten feilbieten würde, dann liegt das moralische Dilemma doch nicht darin, dass man die Daten von Straftätern vor den Justizbehörden schützen müsste. Wäre das der Fall, dürfte man schließlich deutsche Banken auch nicht nach Auffälligkeiten in den Bankdaten fragen dürfen. Die Frage ist lediglich: Darf die Polizei Belohnungen zum Ergreifen von Tätern aussetzen oder Entlohnung für Informaten. Diese Frage ist längst beantwortet. Reden sie mal mit NPDlern, die können ihnen was davon erzählen…</p>
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