Philipp Lahm Fußballgott

Fußball birgt ja immer ein Moment der Irrationalität. Ein Ergebnis davon ist etwa, dass die deutsche Mannschaft heute nach eher dürftigem Spiel und dennoch nicht unverdient im Finale steht und dabei mit den Ausgeschiedenen feiern kann. Ein anderes ist, zu einem Fußballlied, welches mit dem taumelnden Ereignis eigentlich rein gar nichts zu tun hat, aus vollem Herzen mitgrölen zu können – obschon wesentliche Gladiatoren des Abends in eben diesem Leid herabgewürdigt werden. Und nachdem man heute einerseits auf Radiokommentatoren angewiesen war, andererseits in randvollen Omnibussen mit „Umba Umba Umba Tätäräääää“ beschallt wurde, bin ich mir sicher: es kann nichts mehr schiefgehen. Schon historisch gesehen. Egal was man von Schwächen faseln mag — der Ballack hat endlich mal einen Turniersieg verdient. Und wir auch. Und Fremdstolz sowieso. Vor allem, da der Blog unter der Last der Fußballrezeption nahezu zusammengebrochen ist. Soll er doch. Mir doch egal. Scheiß doch drauf. Fußball olé!

Veröffentlicht unter aktuelles | Schreib einen Kommentar

Aphorismus III

In der Politik bedarf es keiner besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse oder Intelligenz – eher einem gesunden Mix aus Geltungssucht, Kontakten und Charakterschwächen. An der Universität wird Politik gelehrt.

Veröffentlicht unter Minima Memoralia | Schreib einen Kommentar

Siel XI


Fatale Weltsicht. Nach Jahren der Selbstkonstruktion, Dekonstruktion, Rekonstruktion, Redekonstruktion pp. hatte Herr Siel nun endlich zu sich selbst gefunden. Das Ergebnis erstaunte ihn mehr als Andere.

Veröffentlicht unter nun zu etwas ganz anderem ... | Schreib einen Kommentar

Ich

bin betrunken, ich muss morgen früh zur Uni, ich hab meinen Text nicht gelesen, ich habe damit kein Problem. Denn heute Abend gibt es nur Gedanken, die diesem Abend angemessen sind. Schönes Spiel. Sieg. Gut gemacht.

Veröffentlicht unter aktuelles | Schreib einen Kommentar

RLS

Wenn die Menschen sich nicht nur aus der Stadt, sondern der Zwischenwelt entfernen, weil es fast schon wieder Morgen ist und sich der Himmel schmutzig färbt, dann faseln Vögel seicht dahin, was man vor Jahren noch ein Tirili geheißen hätte. Ich dagegen. Meine Augen zeigen jedem, der es wissen will: Spät, nicht früh wird es für ihn. Es hätte keinen Sinn aus diesem Morgen einen Tag zu machen, den ich schon jetzt verdorben habe durch mein Gestern. Mir bleibt nur der lange Stückelchlaf im Tirili der sanguinen Frühsaufsteher. Gott, wie ich sie hasse.

Veröffentlicht unter Autopoiesis | Schreib einen Kommentar