Bedenke er, der frühe Telephonate tätigt:

Es gibt Menschen, die, würde es sie nicht geben, man sich erträumen müsste. Dann sind da noch Menschen, die, weil es sie nicht gibt, man sich erträumen muss. Sie sind es, die man vermisst, wacht man am späten Mittag aus unruhigem Schlaf zur kruden Welt hin auf. Irgendwann verunsichert es einen dann, ob sich eine Erinnerung aufs Wache oder die andere Seite bezieht — so sehr verwischt sich alles. Man weiß nicht, ob diese Träume einen verrückt machen, oder ob sie das letzte sind, was einen vorm Wahnsinn bewahrt. Es gibt ja auch kein bedeutendes Außen mehr, auf das man sich sinnvoll könnte beziehen, dass einem die Zeit zerteilte in Tag und Nacht. Und sagen sie auch nicht die Wahrheit, so haben mich meine Träume noch nie angelogen.
Die Menschen sind zu weit weg, der Tag mir immer so obszön mit seinem Tatendrang, den ungefragt er jeden Morgen vor die Haustür stellt. Und manchmal muss auch ich sie öffnen – man kann nicht immer schlafen. Hin und wieder will der Körper schließlich auch das Unglück spüren können.

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