Korn

Wieder, endlich Bierlaune und altbekannte Menschen, altbackene Brötchen am Morgen. Gern gesehen. Dann leider einer dieser seltsamen Orte, wo die Suchenden sich treffen, sich zu reiben aneinander, für ein paar Euro Eintritt. Die Schwärmer auf den hellen Flächen, wie sie sich rhythmisch verwirren, ihre Haarfrisuren; flimmern. Alles viel zu leicht entflammbar und dabei so unbeherzt. Ich stehe mit dem Rücken zu ihnen und ein Lächeln ziert mein Gesicht, ein sichtbares fast. Ach, ich bin aber auch unflexibel geworden, starr gegen die anbrandenden Eruptivgliedmaßen. Dabei verstehe ich nicht einmal, was du mir bei diesem Krach zu erzählen versuchst. Doch was du sagen willst kommt an. Wir beide sind vergebens, irgendwie, vor allem hier. Und ja, auch ich will gehen… doch nicht sofort. All das passt in mein schiefes Lächeln, versteht selbst eine meiner Brauen mitzuteilen. Meine Gedanken stranden längst wieder in fernen Küstenstädten und Vergangenheiten. Trinken Nebel und berauschen mich damit, als wenn es mir an Rauschen fehlte.

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