Gastmahl

Ein Emoschuppen im eigenen Sud, Astra Pils, Schattenmorellenbowle. Amaretto. Das bringt’s. Irgendwem. Ich schlief im Tau, im Wald allein und mir war kalt. Das Licht vertagt, die lange Nacht, sie war nicht mein, nicht mehr.
Ach! Tage…Kauernd schlafe ich mich durch Sofakissen, von Süd nach Nord und komme doch nicht an, sehe nichtmal Küste, Strand, nicht Kreidefelsen, nein. Nur weiße Wände, dekoriert und neu möbliert — trotz nacktem Hass im Hodenschurz – wo sich die Übelkeit verliert. Bei dir. Und nur bei dir. Wo ich doch schlafe wie ein glatter Stein, ganz tief in kalten Wassern. Muschelgrund und Sterngemahl sind nichts als tauber Widerhall. Kein Taucher wagt sich vor zu mir.
Trink aus, geh raus, rauch auf, lauf heim. Nur nicht hier. Nein. Bleiben kannst du nicht, du wärst doch immer nur allein. Mit dir. Mit ihr. — Nur kalte Luft. Und bleibe ein Pygmalion — Ein Schöpfer, ab initio creatio ex nihilo und Nichts wird meine Schöpfung sein. Ungelenk und schlecht rasiert: Ich bin nur noch ein Knüttelvers, ein grober Reim. So wie ein ungenutztes Haus, weiß ich nicht ob ich traurig bin. Ich stürze einfach ein.

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