ruhig

Oft gibt es nichts zu sagen. Behagliche Ruhe, ob Sturm oder nicht. Manchmal muss man nicht streiten, ob für oder wider. Gelegentlich ist Stille keine Resignation. Denn ein Lächeln macht keinen Lärm.

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en passant

Schwindeln, kreisen. Ins Auto steigen und das Dach aufreißen. Den Motor starten. Er läuft noch, treu und ruhig. Ich führe gern zu dir. Doch auch ziellos löst mich die Bewegung, befreit von aller Ungeduld. Ich muss nicht ankommen, en passant verpass ich nichts. Nur Wind und Wald, Sonnenfetzen. Beinahe ein Federtier. Die Welt ist einfach so, ganz. Und flüchtiger als jeder Blick.

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Fallen ist fast Fliegen

Mir ist so leer, aber das sagte ich ja schon. Wiederholungen langeweilen auch den, der sie schreibt, der sie beschreibt. Doch …noch einmal Wut entfachen, das Blut im Schädel strömen hören. Rufen! Rasen! Um mich schlagen!

Und dann? Wem mache ich was vor? Langsam glaube ich zu wissen worauf ich warte. Auch die Angst verliere ich.
Aber vielleicht bin ich nur zu allein. Eine Samstagnacht und nur die Schmutzwäsche sitzt auf meinem Bett. Laken sind keine dabei. Vielleicht ärgert mich auch nur das Gratiskondom aus dem Postwurfmagazin Unicum — trotzdem es mir aufgrund des Namenskalauers in der Konstellation zumindest ein Schmunzeln abrang. Naja.
Obwohl ihre letzte Zeile „bis Morgen! :)“ lautete, bin ich ziemlich sicher, dass sie mir aus dem Weg geht. Ich kann es ihr nicht einmal verübeln. Ich bin einer ihrer unheimlichen Verehrer geworden, ein Groupie. Vorgestern dachte ich schon darüber nach, wann sie schöner sei: Wenn sie singend über die Autobahn rast oder doch bei ihrem angestrengt prüfendem Blick, der selbst die banalsten Tätigkeiten begleitet. Nach drei Tagen fehlen mir einfach unsere Gespräche. Aber ich bin eben auch allein, ganz, in einer Samstagnacht, das wird es sein. Und wo gibt es da schon ein „uns“?
Hier nicht, in dieser Zwischenwelt. Ein Blog ist keine Form der Kommunikation. Jedenfalls wenn man nicht von einer allzu theoretischen Definition dieser ausgeht. Für die Selbstdarstellung sind mir längst die Themen ausgegangen, erst die philosophischen, dann die bildhaften. Nun wird sich nur noch aufgebläht. Zu guter letzter bleibt mir die Frage ob man um diese gottverlassene Stunde noch von Wein auf Scotch umsteigen sollte, oder man sich Aguirre zumindest halbwegs bei Verstand ansehen sollte.
Meinungen dazu?
Als wenn die was ändern würden …

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tägliche Grammatik


Ich schlafe zu lange. Schlafe bis alles taub ist und bleibe trotzdem liegen. Alles da draußen kotzt mich an. Auch das hier. Schreiben. Nur damit andere es lesen können statt mit mir zu reden. Ah, er lebt noch. Noch immer. Ich hätte so viel zu tun und mache es nicht. Ich hätte so viel zu sagen, doch keine Gelegenheit. Hätte,hätte. Meine Tage sind zum Konjunktiv geworden. Erst abends zeigt sich, wie wenig von all dem sich ins Präteritum gewandelt hat. Das erschöpft, unendlich. Lässt mich ins Bett flüchten. Schlafen, viel zu lange. Bis alles taub ist.

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tägliche Grammatik


Ich schlafe zu lange. Schlafe bis alles taub ist und bleibe trotzdem liegen. Alles da draußen kotzt mich an. Auch das hier. Schreiben. Nur damit andere es lesen können statt mit mir zu reden. Ah, er lebt noch. Noch immer. Ich hätte so viel zu tun und mache es nicht. Ich hätte so viel zu sagen, doch keine Gelegenheit. Hätte,hätte. Meine Tage sind zum Konjunktiv geworden. Erst abends zeigt sich, wie wenig von all dem sich ins Präteritum gewandelt hat. Das erschöpft, unendlich. Lässt mich ins Bett flüchten. Schlafen, viel zu lange. Bis alles taub ist.

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