unangebrachte Sentimentalität

Es ist nicht so, wie man gemeinhin sagt, dass man über eine Liebe hinweg kommen würde. Das man sie vergisst und Jemand neues finden wird. Das wieder alles würde wie vorher. Nichts wird wie vorher. Mit jedem Abschied bricht ein Stück selbst weg, ein paar Nervenstränge sterben ab. An jeden neuen Menschen geht man kälter heran, berechnender. Wenn man das Verlieren erst gelernt hat, kann man sich an Vertrauen nur noch erinnern. Wenn ich es mir recht überlege ist es genau so wie man gemeinhin sagt: Man kommt über die Liebe hinweg.

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Systematische Desensibilisierung

Das Unterbewusstsein scheint es doch zu geben, da irgendwo. Nachdem es sich monatelang festgeklammert hat, schlägt es nun endlich zu, zerschlägt alle Fesseln und Brücken — diese künstlichen Aufbauten von Emotionalität. Gewollter Wille ohne Triebkraft, ohne Schnellkraft, kraftlos.
Ich entsorge. Kümmere mich nicht mehr. Es gibt kein Objekt für mich, keine Referenz mehr. Da ist kein Wille. All dieses Feuer war nur eingebildet — Ich bin ein Pyroxen, dass Herostratos sein wollte. Ändert sich dadurch nun etwas? Kaum. Der Schlaf wird ruhiger, dunkler. Die Spinnen verschwinden aus den Träumen, die zerbröselnden Zähne. Nicht mehr hinausgehen, den Blick konzentrieren. Eine Festung aus Raufaser. Unschuldig weiß.
Und so bleibt auch mein Schreibblock kalt und trocken. Handelt von niemandem mehr außer einem Niemandem für Jedermann. Die Welt wird egalisiert. Jetzt gilt Parataxe. Ich lege die dicken Socken raus. Ich höre Musik.

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kleines, ontologisches Pausenbrot

Wenn Möglichkeiten existieren, haben sie dann Existenz oder existieren sie nur möglicherweise? Wenn Möglichkeiten allerdings nicht existieren, sind sie dann unmöglich? Oder sind sie nur möglicherweise unmöglich?

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kill box purple

Und nie mehr einsam sein
allein, nie mehr
kein Gast, kein Glaube
hier, kein Platz
Endung, voll, letzt
und ganz allein
nie niemehr
the girl you love is dead
lay down beside her
Lungenschwüre
Atemstille
Nie mehr, allein mit mir
Autolyse, Saft trinkt Saft
Selbstverdauung
in mir lebt Tod
Heim zum Grabe
Erdgeschmack
toll nach Steinen
hier, mein Platz
ein Datum
Leben, ex
nicht mehr
ich will
nichten
ohne Traum
ganz ohne

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„Jede Woche eine neue Welt“

Worauf eben diese Welt gewartet hat ….

Nachtrag: A propos… eben ist mir in den Sinn gekommen, dass man als Firmpate vielleicht mit einem Geschenk aufwarten sollte. Nun gibt es weißgott Menschen, die sich besser in ein kleines, blondes Mädchen hineinversetzen können, das nicht allzuviel liest aber dennoch ein Buch geschenkt bekommen wird. Hat jemand Ideen (Buchtitel)? Dann macht dem Paten ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann…

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