Pathos

Aus meiner Kammer dringt Weite in diese Bleizeit. Feuer umgreift mich, brennt jeden Zweifel zu Staub. Mehr als Leben, mehr als Schreiben; mythische Zeiten dringen aus mir. Prometheus wurde befreit, die Ketten liegen zerschlagen von menschlicher Hand. Orgiastische Nächte, göttliche Gelage fernab zersetzenden Lichtes. Aus dem Schoß der Erde klingt Dionysos Lachen herauf zum kargen Apoll, seinem Fledergewürm. Aus den dunkelsten Schächten schreit das sterbende Glück. Vergehend im Sumpf gärender Wärme, wie Kröten sich paarend, ununterschieden. Allheit, Einheit heißt Einsam, fernab von Dreifalt, köstliche Ganzheit. Es machen sich Menschen wie ihre Götter, genauso vakant; und werdend und wälzend; zerreden einander den Arsch voll Wahrheit. Bleigießerzeit.
In meine Kammer dringt kein leeres Gerede, keine Kröte bringt mir Morast. In den Staub meines Fleisches pflanz ich Gedanken. Entzünde den Kopf. Ein Funken in der Götternacht

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