3490, Student

Es ist ja nicht so als wären die meisten Leute hier unsympathisch, vielleicht hätte ich auch nicht den Fehler machen sollen, in der Pause ein Buch zu lesen – wohl ein Affront. Aber wie der zurückgekehrte Schichtführer das Wort „Studenten“ betonte, in dem Satz „Das hier ist mal eine Arbeit für Studenten“, das hat mir kurz vor Feierabend wieder einmal gezeigt, wie man sich unter Menschen begegnet. Scheiße fällt nach unten, als Ferienarbeiter ist man ganz unten; ein Platz, an dem man es sich allerdings als Philosophiestudent schon einmal bequem machen kann. Obschon man immer noch etwa 1000€ monatlich mehr verdient als der Leiharbeiter, der hier die gleiche Tätigkeit ausübt. Nunja, unsereiner ist ja Leiharbeiter in spe, da sollte man sich langsam an die Lohnerniedrigungen gewöhnen. 4 Tage noch, oder eher Nächte. 2 Wochen später verlässt der letzte „*Student*“ diese Hallen, ab dann kommen nur noch Leiharbeiter nach. Denen muss man keinen Tariflohn zahlen oder gar Überstunden.
Wo die Scheiße hinfällt ….

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„I am not in the condition to fuck … Sieg Heil!“

Eben noch ein Glas Rosé getrunken und mal wieder ein wenig „Das Boot“ geguckt. Irgendwie treffend für meine Situation. Dabei merkte ich, dass englische Untertitel oft völlig andere Dialoge vortäuschen. Naja, einiges bleibt auch unberührt.
Unabhängig davon entwickelter Aphorismus: Man trifft sich niemals zweimal.
Zusätzliche Idee: Da Hitler über die WM in den Medien äußerst unbeliebt geworden ist, mittlerweile fast zum alten Eisen gehört, müsste man ihn in die neuen Fernsehformate transferieren: „Hitlers Köche — Blitzschnelle VegetArische Küche“, „Die 10 witzigsten Schlachten der 40er Jahre“, „Was der Führer noch wusste — Das Generationenquiz“. Moderieren könnte die Jauche bspw. Gottschalk o.ä..

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Spiegel

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ohne worte

Ich weiß gar nicht mehr, worüber ich noch schreiben soll. Es gibt nichts mehr, es passiert nichts mehr. Ich denke über nichts mehr nach, worüber sollte ich auch nachdenken. Ich kann mich nicht betrinken, bin einfach nicht durstig. Ich fühle nichts mehr. Ich bin nicht mehr verliebt. Es gibt keine Liebe ohne Hoffnung. Es gibt unglückliche Liebe, ja, denn Glück ist dabei äußerst nebensächlich. Auch Chancen, Zukunft und dergleichen lässt man einfach außer Acht …. Aber Hoffnung, die ist notwendig. Vielleicht das Wichtigste. Ich habe keine Hoffnung, da bin ich mir sicher.
Aber was macht das schon. Das Leben geht auch ohne weiter, einfach so. Das ist die Magie der Desillusionierung. Der wunderbare Fluch der Moderne, ohne Autoritäten, ohne Prioritäten entsteht Gleich-gültigkeit. Und selbst die muss man nicht akzeptieren. Es gibt kein Wozu, kein Wohin mehr, dass der Frage standhält, selbst die Frage hält nicht mehr stand. Und so löst sich alles auf, auch der Zweifel, auch der Schmerz. Bis nur das Jetzt zurück bleibt, leer, in einer losen Folge. Ziellos, grenzenlos – langweilig.
Man pustet hier und da ein Glimmen in die Asche, streut Zunderreste; Wärmt sich an dem, was mal ein Feuer war. Dabei kann man sich nicht einmal die Finger mehr verbrennen.

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Der Autor

Friedhelm Robben wurde 1983 im emsländischen Meppen geboren und lebt weder in Berlin noch Lissabon ohne Frau und Kinder. Er studierte Philosophie, Geschichte und Religionswissenschaft an der Wilhelmsuniversität Münster ohne bisher irgendeinen akademischen Abschluss erreicht zu haben. Er ist weder Autor erfolgreicher Bücher noch veröffentlichte er Beiträge in Zeitschriften und Magazinen oder gab solche heraus. Robben erhielt keine Anerkennungen oder Auszeichnungen und wurde nicht mit Stipendien oder Förderpreisen ausgestattet. Derzeit ist er als freier Mensch in Münster untätig.

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