na … na … endlich!

Ich hatte wohl noch einen verstecktes blogscout Script auf der Seite vergessen. Das hat die Ladezeiten in der letzten Woche leider etwas hochgetrieben, ich bitte das zu entschuldigen. Nun sollte wieder alles fix gehen.

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lage – egal

Saure Gedanken lecken meine Schläfen entlang, sabbern auf meine Schuhe. Alleine wieder ab morgen, ganz. Naja fast; allein mit mir. Aber zu tun habe ich ja. Einiges zumindest. Der Hund möchte ausgeführt werden. Trotzdem liege ich, falsch, völlig falsch liege ich. Doch ich habe das Geheimnis gelüftet, weiß nun wie es geht. Nicht darüber nachdenken, dass ist der Trick. So wie alle, einfach ausblenden, Rauschen hören in den leeren Ohren. Ficken gehen oder dergleichen, ins Kino vielleicht. Herumstehen, beteiligt. Tag um Tag, so geht es weiter. Lapalien das alles, selbst induziert, ich werde sie schon vergessen.

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Mellow Yellow

Ich habe nun 2 Tage mit Hassan gearbeitet. Ein sehr angenehmer Zeitgenosse, bezeichnet sich selbst als „Moslem und Atheist“, spricht den 3mm geschorenen Blasmusikanten mit „Hey, Bimbo“ an. Auch forderte er den Sachsen dazu auf, doch „zurück in den Osten“ zu gehen, wo er her komme. Da Hassan selbst vom Balkan stammt, fand ich das eigentlich sehr amüsant, er wohl auch. Trotzdem redet er nicht zu viel; auch nicht zu wenig. Beides ist wichtig, wenn man sich 8h lang Stahlkassetten zuwirft.
Aber ich bin müde, sehr sogar. Das ist ungewöhnlich. Vielleicht hat mich irgendetwas erwischt. Es ist kann auch nur die Kälte sein, die hier in den Bergen ungewöhnlich früh in die Abende und den frühen Morgen kriecht. Könnte auch ne Lebensmittelvergiftung sein, das weiß man nicht. Egal, Donovan wiegt mich nun in den Schlaf. Nachti Nachti…

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Der erste Morgen, wieder mal

Ich weiß gar nicht wieso ich mich so aufrege. Ich kann doch sehr frei atmen jetzt. Niemanden interessiert, was ich tue, mich am wenigsten. Das bisschen drücken in der Magengrube, das bissen Kratzen am Hemdkragen, vernachlässigbare Randerscheinungen. Es ging mir schon schlechter. Es ging dir schon schlechter. Und so geht es offenkundig allen besser.
Die Nachtschicht hat mich wieder. Das Öl, der schlechte Schlaf, die brütende Langeweile. Ich weiß gar nicht wieso ich das noch mache. Wofür bräuchte ich das Geld, außer für mein Auto. Es benötigt Wartung, pflege, ich gönne ihm mehr als mir. Es nimmt mehr von mir an als jeder Mensch. Es kann auch nicht widersprechen, ablehnen, mich mit versteckten Gesten in die Schranken weisen.
Dummes Geschwätz — alles hier, und dort draußen, wo die Menschen mir begegnen. Mich ansprechen, als würde man miteinander reden. Als gäbe es irgendwo größeres Interesse als die Zeit durchzubringen. Als nach Hause zu kommen, sich den Schnaps an den Hals zu stemmen oder die Frau vor die Lenden. Ich bin einfach satt geworden. Wenn man zu lange hungrig ist, spürt man ihn irgendwann nicht mehr, den Brand. Es ist nur noch die Erinnerung, dass man eigentlich mal was hätte essen müssen. Eine Konvention, kein Verlangen mehr.
Das hat doch einfach keinen Wert

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doch wir sind Menschen

Sanft und weich, und doch ein Mensch. Du, sonderbar — wirklich. Von einer gewissen Anziehung. Ein Mensch, ja auch, vielleicht wie diese ganzen Leute. Da draußen, eilig, ungewiss. Und jeder weiß wohin er gehen muss, vorerst einmal, bevor es Abend wird. Und zweifelt doch, und zittert. Ja auch, ein Mensch, mit blauen Blicken, Augenblicken. In Momenten einzigartig, und dann doch wieder nur, ein Mensch. Wie diese ganzen Leute, die, fragt man sie: „Ja“, blicken sie zu Boden, und wissen doch vielleicht und träumen. Auch sie sind Menschen, fühlend, ja, verlangend. Und heiße Tränen weint doch jeder nur für sich allein. Auch sie. Wie du. Und ich vielleicht.

(frei nach Gottfried Benn, Das sind doch Menschen)

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