gewächs

Auf meinen Geist legst du dich wie frischer Schimmel und treibst die Sporen bis in jeden Winkel meines Hirns. Überall ist dieser Flaum, weich und giftig. Was reift hier heran? Kann das etwa nur Fäulnis sein? Verderbnis?
Vielleicht ist es auch Leben, wie Moos, ganz weich und feucht, in das mein Lächeln sich dann betten kann. Zur Ruhe gehen. Wo es endlich einmal angekommen ist. Vielleicht.
Um das zu beantworten, muss man wohl die Reife abwarten. Spannend ist es ja schon, aber irgendwie auch … bedrohlich.

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

gewächs

Auf meinen Geist legst du dich wie frischer Schimmel und treibst die Sporen bis in jeden Winkel meines Hirns. Überall ist dieser Flaum, weich und giftig. Was reift hier heran? Kann das etwa nur Fäulnis sein? Verderbnis?
Vielleicht ist es auch Leben, wie Moos, ganz weich und feucht, in das mein Lächeln sich dann betten kann. Zur Ruhe gehen. Wo es endlich einmal angekommen ist. Vielleicht.
Um das zu beantworten, muss man wohl die Reife abwarten. Spannend ist es ja schon, aber irgendwie auch … bedrohlich.

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

letztes

Meine bleiernen Glieder sind wie angenagelt, wollen sich nicht ablösen, von den Brettern, aus den Kissen. Alles gähnt nach Starre, schreit jede Bewegung zu Boden. Aber ich muss, muss raus. Einmal noch wach bleiben, einmal noch. Ein leeres Bier grüßt aus dem Halbdunkeln. Die Gardinen habe ich seit Wochen nicht mehr geöffnet. Herausstolpern, nach unten. Kaffee, tiefschwarz, sich vielleicht noch etwas hinsetzen. Ausruhen, einmal noch. Doch die Zeit kommt mich holen, schickt mich los, ein letztes Mal noch. Ein letztes.

Veröffentlicht unter Nachtschicht | Schreib einen Kommentar

lackmus

Unter Druck sich lösen wollen
mit jedem Zug, mit jedem Schluck
wird er noch größer
dieser Druck

Veröffentlicht unter in aller Kuerze | Schreib einen Kommentar

fahrig

Wenn Tropfen in den Sand fallen, stauben sie nur. Ich vergieße mich in der Wüste, in ödes Land schütte ich mein Herzblut. Der karge Boden ist so etwas nicht gewohnt, nimmt mich nicht auf. Meine Gefühle verdunsten, meine Gedanken kochen in der Sonne. Ich werde hier keinerlei Spuren hinterlassen. Mein Tod befördert hier kein Wachstum. Hier nicht.
Ich träumte nicht allein zu sein, in diesen bekannten Alleen, das Licht, das Gras, die Luft zu teilen. Meine vielen Fußspuren auf den alten Wegen vorzuzeigen, auszutreten. Nicht doch.
Kaffee und Zigaretten, Teer. Hinein damit, ins Auto setzen, Benzin schmecken, Land verbrennen. In your face! Alte Kleider in die Landschaft werfen. Lichterfetzen in die Bäume hängen, nachts, tags. Weg da! nur weg, weg hier. Wen stört der Tod, hinter den Kurven kauert er, versteckt sich vor dem Heulen des Motors. Heute gibt es keine Menschen, keine Götter, nur mich; rasend, besoffen, hupend – mit der Schnapsflasche in der Hand.
Ein Traum, alles nur ein Traum. Kein schlechter Traum, aber auch kein schöner. Irgendwas zwischen Tag und Nacht, das dort nicht hin gehört. So wie ich.

Veröffentlicht unter Autolyse | Schreib einen Kommentar