muster

Was ist Ich denn ohne Blutgefühl,
wenn Wasser durch die Adern fließt
und Salz.
Ein flaches Leben,
raumlos ganz. Und ebenso
gestelzt wie diese braunen Affen,
doch deren Blut, das kennt
kein Nonnensausen und
nicht nur das Ich.

Ach das ist Leben!
, so spricht ein fahler Geist
am Morgen
aus dem Spiegelbild,
Wild bin ich nur bei dir,
in den Gedanken,
die vertrocknet sind. Die ich
vergossen in den Darm.
Nur dort.
pp.

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Symptomatisch

Sehr interessant, selbst die Tagesschau bezeichnet Zeitarbeitsfirmen als „Zulieferbetriebe“ …

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gewidmet der verflossenen Jugend (gewonnenen Reife) einer Freundin (?)

komm!
reiße, zerfetze
schlucke, verzehre
– das Leben hat nur
wer nach Fressen giert;
das Leben hat nur nur,
wer den Magen spürt —
nage, zerkaue
grabsche und packe
nun Komm!

Ich kam mit dem Leben davon. Bin dankbar — Gott vielleicht, ganz sicher den Menschen, einigen. Habe ich doch wieder erfahren, wie wichtig das Leben sein kann, ist, sieht man es flüchtig. Liegt es nicht einfach so da, morgens, ungelesener Zeitung vom Vortage gleich.
Und doch ist man wieder ganz allein, nachts, liegt im Licht und nah am Schlaf. Froh noch da zu sein, immernoch — egal was. Froh sich selbst zu haben, Sinne, Gedanken — auch ungeteilt. All dies ist besser

als Nichts. Mehr ist es in jedem Fall, so lau und grau ich auch geworden bin.
Wie lange mag dieses Gefühl anhalten? Nun schon dringt es hervor, dieses Geknötter, Ächzen, Gejammer über das schlimmste Jahr meines Lebens, das 24. Laut vieler Bekundungen der Höhepunkt der herkömmlichen Biographie. Dann gehe es bergab. Vielleicht ist auch das bei mir Seitenverkehrt.
Pandora, erste der Frauen, entließ alle Übel in diese Welt: Pestilenz, Mühsal und Not entkamen ihrer schönen Amphora. Das Schlimmste jedoch von Allem, die Hoffnung, blieb einsam am Rand des Gefäßes zurück, von Pandora verschlossen im plötzlichen Schreck. Glück gehabt. In Anbetracht dessen lässt sich’s doch leben.

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Publikumsbeschimpfung im unrhythmischen vers libre mit wenigen, einfallslosen Reimen

Ich war immer jemand der sich kratzt,
zwickt,
und vieles verkneift,
wartend auf Reife
und dass es sich lohnt.
Schreiben ähnelt doch sehr dem Öffnen
eitriger Pickel,
Pusteln, Furunkel
– dergleichen mehr.
Man betrachtet verwundert,
geekelt ästhetisch,
mit prüfenden Blicken
den fertigen Guss;
kann doch nicht glauben
dass jemand das sehen,
das nachfühlen will.
Wer ist so pervers?
Nicht viele zum Glück.

Ach häng es raus.
Stell es hinaus.
Sie kommen bestimmt.
Hobbyempfinder,
emotionale
Heimattouristen,
in Leben blätternd,
in fremden Problemen
täglicher Seife.
Ich schabe mich ab.
Ich koche mich aus
– savon au fiel
très ordinaire –
leere Flecken
weiß, Blut
auszuwaschen.
Applaus, Applaus.
Schert euch heraus.

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über die Ohren

Ich mache mir mal wieder zuviel Stress, bzw. lass zuviel davon entstehen. Dieses Wochende + kommenden Wochenanfang z.b., dabei darf ich das auf ärztliche Weisung gar nicht… Naja, ich hab auch keine Lust ein viertel Jahr „Arbeit“ in den Wind zu schießen, wo es eigentlich gerade mal gut lief. Kommen wir deshalb nun zu etwas ganz anderem:
Ich würde meine Zeilen gern vertont hören, nur leider funktioniert bei mir seit langem kein Mikro. Auch ist meine Stimme einfach schrecklich. Wie wäre es also mit einem kleinen Leserwettbewerb in punkto Gonzosophielesung zur Freude des Gonzosophen und vielleicht auch dessen Leserschaft? Sucht euch einfach eure Lieblingszeilen aus, vertont sie, schickt sie mir. Den Preis überlege ich mir noch, wird aber sicher was ganz ganz tolles! Begeisterung vorhanden?

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