Jul 17 2010

Momentan ist mehr nicht drin

Zorn, der keinen Adressaten trifft. Drogen ohne Bewusstsein. Verschwendete Mühen. Leerraum, Abraum zu füllen mit Gefühlen, gäbe es welche. Da wo Menschen aufeinanderprallen, in den Korridoren purer Verzweiflung. Und jemand findet doch sein Glück, so nennt er es. Doch dieser jemand bist nicht du.

Ich habe mir einen Aufguss bereitet, koche fetzenweise Vergangenheit auf und rühre lustlos in dem Sud herum. Mein Leben hatte nie Struktur. Also denke ich nach, schließe die Augen. Doch da sind nur die trüben Partikel schemenhafter Staubgebilde auf meinen Pupillen. Kein Gedanke, der mich heilen könnte.

Ich habe einen schönen Traum geträumt, in dem ich verstand, sie mich verstand. Ich wachte wortlos auf und habe nun nichts mehr zu sagen. Schlafen darf ich nicht mehr, will ich nicht zum Träumer werden. Nicht, dass ich schlafen könnte.

Schlägt immernoch in meiner Brust etwas. Gleich Geschwülsten frisst sich Leben durch mein Dasein, blutet Willen in den Tag. Ein kurzer Funken und dann ist da nur noch warme Luft, lange Atempause und der Schweiß, der kommt wenn mein Gedanke dich berührt.

Niemand anbei. Ein Mensch der dich zerstört, so nenn ihn Freund. Es gibt sonst keinen Menschen mehr.


Jan 22 2010

Neujahr

Sollte man jemals Anlass dazu finden, dann schreibe man von mir: Er tat sich schwer mit Allem, Wenige taten sich schwer mit ihm. Und er hatte ein reines Gewissen, bei Gott. Ich habe meinen Frieden mit Allen gefunden, längst nicht mit Allem und doch mit mir selbst. Ich tat wozu ich im Stande, wenn auch mein Können begrenzt, so war es doch da und ich sah, dass es gut war.
Jetzt hintergehe ich mich: Mein Selbst streift jede Ordnung ab, wird bloßes Sein und mehr als das. Viel mehr als Nichts, dass mir Voraussetzung gewesen. Ich bin im Flow. Eher noch: Es fließt etwas. So gibt sich Mannigfaltigkeit, wenn niemand da ist, der sie unternimmt. Ein substanzieller Wackelpudding: Gott, der keine Namen weiß. Da lässt sich zeitlos zwar nicht denken, aber sein = Ich, das ist nicht frei von Etwas. Nein, Freiheit selbst ist – Es.
Bin ich nun etwas anderes? Unmöglich darauf ist die Antwort wie auf jene Frage, wie es war, als ich da wurde, wer ich bin. Werden, das ist Nichts, das bleibt. Sein, das Ende in sich trägt – wie jeder Mensch den Tod. Dies Sein, das niemals wird, bleibt auch das Werden, das nicht ist.
Und alles geht vorbei.


Okt 27 2009

Schließlich

Da, ein Wort, zeigt an den Mann. Er steht allein. Und neben ihm die Welt ist nichts, was nach dem Koitus zusammen hält. Wenn er selbst noch daran glaubt, ist es ein Wille bloß, der bald zerfällt. Er trinkt und Schluck für Schluck verliert sich allbeflissene Verlorenheit. Am Ende sitzt er neben, ja unter jenen Menschen, die von Fußball viel verstehen.
Armes Lastentier Selbstmitleid, wirst du geschunden dieser Tage. Den Durst stillt keiner meiner klugen Sprüche, der Abend endet nicht, bevor das Elend ausgeschwiegen ist und weggeschwemmt. Prophetie erscheint doch immer nur als Selbstexzess.
Heut Nacht schlaf ich am Boden.
Vor kurzem schrieb ich jemandem: Wenn dich ich nicht hätte, was sollte mir dann überhaupt noch einen Anlass geben, morgens aufzustehen. Dieser Satz ist falsch. Menschen eignen sich doch nicht dazu, sein Wollen ihnen anzuheften. Auch braucht es keinen Anlass, aufzustehen. Man macht es sowieso. Zwangsläufig wacht man auf, selbst wenn man weder Sinn noch Lustgewinn mehr darin sieht, etwas zu tun. Ja, mittlerweile liegt mir nichts am Schreiben, denn Leben findet sich schon lang nicht mehr darin. Es überrascht mich demnach negativ, dass es trotzdem noch jemand liest. Ich würde das nicht tun - tue eh nicht viel noch. Es gibt nicht eine Aussicht oder Handlung, die mir irgendwie verheißungsvoll erschiene. Kein Datum, das es abzuwarten gilt. Keinen Menschen mehr, auf den ich hoffte. Das ist der Weisheit letzter Schluss.


Aug 10 2009

Endlich normale Menschen

Ein klassischer Abgang - als sie geht, beginnt es dicke Tropfen zu regnen. Es donnert. Ein reinigendes Gewitter nennt man das wohl. Schlussstriche ziehen, vorgezeichnet sind sie ja bereits, auf den Straßen etwa. Nur an gewissen Stellen zu überqueren. Auf Lichtzeichen hin, die Menschen ähneln. Verzerrt, fast wie das Leben entstellt. Wäre Verwesung kein höchst lebendiger Prozess, sie würde keinen Ekel erregen. Totes ist nicht hässlich, niemals. Doch das sind abstrakte Gedanken. Ergebnisorientiert muss man denken. Sich wieder angewöhnen, den Selbsthass auf andere zu projizieren; sich abgewöhnen, seinen Selbstwert anderen zuzuerkennen. Lernen sollte man, Menschen nach ihren Taten zu bewerten; nicht nach den eigenen Gedanken. Das klappt so nicht. Uns klappt nicht.
Ich war auf der Straße und dort war es so heiß, wie ich betrunken. Ich weiß nicht, wusste nicht, was ich dort sollte. Aber ich bin mir sicher dort gewesen zu sein. Nicht nur ich bin es gewesen. Teil war ich, Teilmenge. Es gibt ja Situationen, die klingen vielsagender als sie sind. So etwa: Zwei Sekt bei Vollmond. Doch dann schmeckt der Sekt nicht und ihr schmeckt es gar nicht. Der Mond bewegt sich auch viel zu schnell. Aber das war etwas anderes. Das war davor.

“Schon wieder da?” Die einzige Frage ist es, die man mir noch stellt. „Schon?“ Hätte ich später kommen sollen, oder überhaupt nicht? Ich bin mir selbst nicht mehr ganz sicher. Entschuldigen werde ich mich in keinem Fall. Das ist Teil des New Deal. Wann war das? Da waren Menschen, die schlugen aufeinander ein. Irgendwie erinnerte mich das an mich selbst. Gemahnte mich, Prioritäten zu überdenken. Konsequenzen abzuwägen und Menschen umzuwerten. Letztlich kommt man dazu, sämtliche Allsätze zu verwerfen. „Liebe ist alles“ „Alles ist schlecht“ „Was soll das alles?“ - Ungültige Ausdrücke. Klarheit, Einzelaussagen braucht es. „Ich liebe X“ „Ich hasse X“ „Ich suche einen Mitbewohner Y“. Welcher Term soll es sein?

„Menschen bringen einen weiter!“, sagte sie, als wir wieder an genau derselben S-Bahnhaltestelle ankamen, an der wir ausgestiegen waren. Plötzlich liefen wir mitten in diesem Umzug mit. Schwule waren es, Frauen und Fetischisten. Abneigung erntete nur ich.
Aber irgendwann hört auch das Denken auf. Damit die Zeit. Endlich wird sich das Fühlen verlieren. Eines Tages wachst du auf und es ist der letzte Tag, vom Rest deines Lebens.


Jul 25 2009

In eigener Sache

In den Augen meiner Mitbewohnerin bin ich ein Bauer, denn ich wuchs in einem Dorf auf. Dort gab es Bauern, eine handvoll, deren Erkennungszeichen karierte Hemden in umgürteten Jeanshosen waren. Ich habe niemals Hemden unter Gürteln in Jeanshosen getragen. Dennoch hat mich mein Umfeld geprägt. Ich wollte dort weg.
Meine Sozialisation ereignete sich dementsprechend in der nächstgrößeren Kleinstadt. Ich bin meinen Eltern noch heute zutiefst dankbar, mich dort auf eine konfessionelle Schule geschickt und mir somit die Eingliederung der Gemeindegesamtschule erspart zu haben. Anders als an dieser waren in jenem Hort des Katholizismus nicht nur die Schüler weitaus vielschichtiger: Sie soffen nicht bloß, sie hörten auch Musik. Und gleichwelches Geschlecht, es gab unterschiedliche Frisuren.
Zu meiner eigenen Überraschung wurde ich nach eher schleppendem Auftakt irgendwann recht gut in der Schule. Es war wohl zu der Zeit, in der die meisten Menschen aufgrund ihres hormonellen Haushaltes zumindest hinsichtlich ihrer schulischen Leistung einknicken und dabei Leute wie mich weitaus intelligenter aussehen lassen – der Benotung nach Klassenschnitt sei dank. Frauen brachten mir nie etwas anderes als Frust. Und wer hier liest, der weiß, dass Frust einer der wenigen Motivatoren in meinem Leben ist.
Doch man mag es kaum glauben, die ganze Mittelstufe hindurch war ich der Klassenclown. Mein Hang zur Ironie verfärbte sich erst später ins Tiefschwarze. Ich selbst kann es nicht mehr glauben, aber zu jener Zeit gehörten kanariegelbe Hemden und Shorts mit riesigen Sonnenblumen darauf durchaus zu meiner Garderobe. Dabei blieb es jedoch nicht. Gott sei dank.
Nach meinem Abschluss wechselte ich von der konfessionellen Schule an eine Klosterschule. Dort sammelte ich die wohl seltsamsten und prägenden Eindrücke meines Lebens: Ich traf die ersten Hippies, erhielt meine erste Eins in Religion bei jenem Lehrer, der Marienbildnisse als „Wichsvorlagen für Zölibatäre“ bezeichnete und trug zum letzten Mal Kleidung, die mehr als zwei Farben aufwies. Ein geistig fruchtbares Umfeld - es gab sogar Philosophieunterricht.
Wenn ich heute das Wort “Politeia” lese, muss ich immer an jene Kleinstadt zurückdenken, deren Größe wohl mit der des antiken Athens vergleichbar ist. Und ebenso vergleichbar war die soziale Struktur: Ab einer gewissen Ebene kannte man sich. An jener Schule trafen sich der Sohn des Bürgermeisters, des größten Bauunternehmers und auch des Zahnarztes mit dem kleinen Stadtschlösschen. Nur Sklaven gab es nicht und anders als unter den Geistesgrößen der platonischen Akademie war hier die Lohnarbeit nicht als Gedankentod verschrien. Schließlich wurde man von Lohnarbeitern unterrichtet, von den paar Mönchen einmal abgesehen. Genau wie in Athen jedenfalls, reisten die Schüler mit größeren Karossen an und ab als ihre Lehrer.
Heute frage ich mich manchmal, in welcher Weise mich meine Jugend zu dem gemacht hat, was ich bin. Obschon ich viele grundlegende Gedanken und Ansichten schon mein ganzes Leben zu haben glaube, sollte man sich doch nicht zu leichtgläubig dem eigenen Storytelling hingeben. Hat man nicht schon oft genug den Satz gehört, Prioritäten würden sich ändern? Meiner Erfahrung nach sind es jedoch eher Entschuldigungen, die sich ändern. Prioritäten (z.b. „Ich“ oder „Wir“) bleiben sich meist gleich.
Was die Persönlichkeit prägt sind deshalb vielleicht auch nicht jene Dinge, die man macht. Eher, was man unterlässt. Logisch gesehen, ist das nur Haarspalterei, aber Logik ist nicht alles. Das war leider erst eine meiner späteren Erkenntnisse im Umgang mit Menschen.


Jul 14 2009

Wortwahlen

Da sitzt jemand auf dem feuchten Rasen des Grünstreifens und deutet auf den Punkt, an dem man aufgehört zu glauben. An dem man jede Hoffnung hat verloren, irgendwann noch mal etwas Bedeutendes im Leben zu erschaffen. Den Endpunkt von Bedeutung überhaupt zeigt er dir an.
Was bleibt sind Menschen, denen du Bedeutung schenktest und auf Gegenseitigkeiten hoffst. Punktuell. Nicht, dass man drüber sprechen müsste, es sich sagen, wie man‘s nennt. Man macht es einfach, wie man Eierkuchen macht.
Man kann dabei auch fernsehen und lernt in jedem Fall dazu. Zum Beispiel: Verbal sind „Liebe“ oder „Fotze“ Tabus von gleichem Rang. Will man nicht anecken, spart man sie besser aus. Ich erhielt vor kurzem eine Einladung zu einem Hochzeitsfest, die gänzlich ohne solch Begriffsgewichte ausgekommen ist. Das nennt man wohl sozialen Realismus.
Jedoch komm ich für meinen Teil da nicht umhin. Ich „liebe“ sie bestimmt, die blöde „Frau“.


Jul 7 2009

Dinge des Lebens

Abb.1

Wenn sie sich fragen sollten, wieso hier mal wieder solch langanhaltende Stille eingekehrt ist, so seien Sie, werte Leser, beruhigt. Alles hat seinen Grund - bis auf das Fass, dass man Leben nennt. Mich beutelt’s momentan an allen Fronten und dementsprechend gerät man als schon von Natur aus weinerlicher Gonzosoph schnell einmal ins Taumeln (Abb.1). Hinzu kommen dann auch noch reale Katastrophen, die einem selbst im sonst so vertrauten, heimischen Wohnraum drohen. Nun hat man mich des öfters gewarnt, mir werde irgendwann einmal die Decke auf den Kopf fallen (Abb.2), geglaubt habe ich das bis dato nicht. Dass jedoch meine Wohnsituation prekär ist, hat mir dieser Vorfall einprägsam gemacht und nun bin ich also auf der Suche nach einer neuen Behausung. Viel braucht man ja nicht zum Leben eines Gonzosophen, aber ein intaktes Habitat gehört nun einmal dazu. Keine Angst, sollten sie nicht wissen, was ein Habitat ist, liegen sie voll im Trend. Das nur am Rande. “Fakt ist:” Neben anderen, angenehmeren Verwicklungen zwingt mich meine ganz persönliche Finanzkrise (von der übrigens auch niemand weiß, ob sie jemals endet) weiterhin wohngemeinschaftlich zu leben. Wer mich kennt, kennt die Implikationen. Wer mich nicht kennt, sollte mich kennen lernen - sowieso. (Abb.3)
Außer solch vermeintlich tollen Sprüchen, fällt mir nicht mehr sonderlich viel ein. Mein sich sonst zumindest gelegentlich regendes Geistesleben ist unter der Hitze des hereinbrechenden Sommers und dem Staub einer einbrechenden Decke vollkommen zum Erliegen gekommen. Dabei trinke ich mehr Kaffee als jemals zuvor.
Abb.2
Wenn sie jetzt denken: “Oh Gott, nun fängt auch er noch an über seinen belanglosen Alltag zu schreiben”, dann denken sie, was ich denke. Dies is auch einer der Gründe, warum sich die Gestaltung eines Artikels momentan eher schwierig darstellt. Ich tue es deshalb einfach den Bloggern gleich und fülle diesen Schrieb mit lauter Photos auf. Wer will in heutigen Zeiten eigentlich mit dem Prädikat “Blogger” unterschrieben werden? Viele vielleicht, aber bei denen ist ja laut Schiller - und da stimme ich ihm vollkommen zu - wohl kaum die Wahrheit zu finden. Sehen sie?
GOnzosophWenn mir derartiges Sinnieren auch sehr gut zu Gesichte steht, es lässt sich damit kaum unter das heutige Pragmatismusideal schlüpfen. Jener Maxime folgend, sollte man vielleicht einfach den Arsch hoch kriegen, anstatt ihn seinen Lesern allforderst zu präsentieren (Abb.1)


Jun 15 2009

Neben bei

Man taugt nicht viel dazu, sich gegenseitig Halt zu geben, wo man sich nicht einmal mehr selbst zu stützen weiß. So taumelt man vorbei aneinander. Stößt aufeinander, zufällig, am Kiosk oder vor dem Klo. Gibt sich nen kleinen Schups, wohin man glaubt zu müssen. Es geht voran, ab und an in Schlingerlinien einem wirren Zielpunkt zu. Manchmal auf allen Vieren. Ich ziehe dabei Schlieren auf Papier in tiefem Tintenschwarz. Meinen Mitmenschen als Rorschachtest. Doch bei mir gibt es auch falsche Antworten. Aber keine Angst, nicht mehr lang und ich zieh eh aus mir heraus. Das Haus ist längst gerüstet, wird bis aufs Mark entkernt. Man glaubt ja stets den Preis zu steigern, wenn man die Innenwerte erst entfernt. Derweil kratz ich mit Bleistift Linien in den Gasbeton, der unsrer Zukunft weichen soll. Ein bisschen kindisch muss man nun mal sein. Sonst lebt sich’s schwer, so ganz allein.


Mai 13 2009

13.05

„Und sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“. Die gleichen Fehler wiederholen, die gleichen Sätze sagen, denken. Leben nennt man das, gemeinhin. „Nein“ war mein Wort noch nie. Ich mache alles nochmal durch. Gebe mich her. Bin da, wo man mich braucht, solange man mich braucht. Ich stelle keine Fragen. Kerbe dich in meinen Verstand. Woran ich denke, ganz egal. Schon da. Und haust du ab, bleibt nicht einmal ein Bild von dir zurück. Dann lodern Zettelfeuer, Rauchopfer der Gefühle. Die Nächte sind schon wieder lang, die Flaschen sammeln sich im Flur. Ich habe das alles klar durchdacht. Ich weiß es doch. Aber was sonst tun, als darüber schreiben, vielleicht endlich klare Worte finden können. Sie nach draußen stellen, wo sie jeder sieht. Ich brauche Zeit. Ich habe nichts als Zeit. Zeit tötet, so oder so. Ein Text ohne jeden literarischen Wert, ohne belletristischen Charme. Geschrieben aus Verlegenheit, die Gewohnheit ist – oder anders herum. Als Schreibtherapie verkauft man so etwas. Die Kunst dabei ist, sich selbst einmal zu denken, als könnte jemand anders es verstehen. Danach glaubt man sich selbst zu verstehen. Aber auch wenn ich meine Wünsche nicht kontrollieren kann, so doch meine Handlungen: Austrinken, abhauen.


Mai 9 2009

Routinier

Es ist Woche. Habe mich rasiert, mit nassem Kamm strich ich durchs Haar. Die Fenster sind geputzt, ich masturbierte schon und kaufte danach ein. Mein Schreibtisch ist geräumig, die Kerzen längst nicht abgebrannt. Nichts ist beim alten, doch alles bleibt. Mit kalten Händen hielt ich mich den halben Tag am Teeglas fest. Es stinkt nach Rauch. Um drei leg ich mich hin, drehe die Neubauten auf: “Ich steh auf Aus”. Hier liege ich um Jahre zurück. Noch habe ich ein halbvolles Glas Wasser, noch muss ich die Tür nicht öffnen. Die Decke ist so hoch wie eh und je, der Boden weich. Nur graben lässt sich schlecht darin.